Training im Trüben – aber mit vollem Einsatz
06.Jun 2009 19:41 Abgelegt in: Training
Eine Reportage von den Vorbereitungen zu den Landeswettbewerben in Köln am 13. und 14. Juni
Kneifen gilt nicht. Auch bei schlanken 10 Grad an diesem Samstagvormittag, dem 6. Juni, steigen die Kinder des Uerdinger Ruderclubs in die Boote. Es ist trüb, der Wind aus Nordost eklig kalt. Ein Tag, wie man ihn im März vermuten würde. Aber es gilt, sich auf die Landesmeisterschaft am kommenden Wochenende in Köln vorzubereiten und da gibt es kein Pardon.
„So, jetzt mal alle etwas weiter in die Rücklage!“ schallt es aus Miriam Winzens Lautsprecher. Die Trainerin begleitet vom Motor-Katamaran aus den Jungenvierer auf seinem Weg durch den Hafen. Finn Kölker, Jakob Schulte-Bockholt, Laurits Follert und Caspar Ebner haben in der bisherigen Saison alle Rennen der Leistungsklasse I in der Altersklasse der 12 und 13-Jährigen gewonnen. Zum Schluss gingen ihnen scheinbar die Gegner aus. Weil man sich jedoch nicht darauf verlassen kann, gilt es weiter zu arbeiten. „Prima!“ lobt Miriam. „Merkt ihr? Fünf Zentimeter weiter in die Rücklage gibt direkt mehr Speed“, ein Effekt, der auch für ungeübte Zuschauer durchaus wahrnehmbar ist. „Und dafür müsst ihr euch mehr anstrengen. Die Hebelkräfte werden einfach besser ausgenutzt.“

Rudern ist trotz der spartanisch erscheinenden Gerätschaft – ein Boot und für jeden zwei Ruderblätter – ein hochtechnischer Sport. Neben den Hebelgesetzen sind vor allem die der Strömungsmechanik zu beachten. „Ruhig vorrollen“, geht Miriams Kommando an Anton Hinze und Florian Schütz im Doppelzweier. „Doppelt solange fürs Vorrollen brauchen wie für den Durchzug!“ Also für die Ruhephase doppelt so lange, wie für die, in der Kraft aufgewendet wird. „Es dauert einige Zeit, bis sie begreifen, dass durch schnelles Vorrollen das Boot beim Gleiten gestört und damit gebremst wird.


Auch Aaron Wieler und Jannik Driesel sind an diesem Morgen im Hafen unterwegs. Sie werden im leichten Doppelzweier der Altersklassen 12 und 13 Jahre antreten. „Ich komm‘ gleich gucken bei Euch“, sagt Miriam. „Ich muss erst ans Bootshaus, den Katamaran tanken.“ Auch Philipp Stöckler, der bei den B-Junioren mitfährt, muss zunächst alleine arbeiten.




Kurz nimmt sie noch einmal den Vierer mit Steuermann Jesper Dietrich ins Visier. Weil die Vier so groß und schwer sind, dass das Heck fast absäuft, hat sie die Reihenfolge geändert. „Ihr seid ein Vierer und nicht vier Einer!“ tönt es über den Hafen. Laurits und Jakob auf den mittleren Plätzen haben getauscht und müssen sich auf diesen Positionen noch zusammenfinden. „Von vorne nach hinten müsst ihr mit dem Durchziehen schneller werden!“ ruft sie ihnen zu. Sie alle folgen Finn, der auf dem Platz des Schlagmannes den Rhythmus vorgibt. „Klasse!“, lobt Miriam wieder. „Wenn ihr so auf dem Landeswettbewerb rudert, habt ihr Chancen!“ Ziel ist es, sich für den Bundeswettbewerb am ersten Juli-Wochenende in München-Oberschleißheim zu qualifizieren.
Der Jungenvierer der Altersklasse 13 und 14 Jahre hat Pech an diesem Morgen. „Der Dynamo hat schon unter der Brücke Wasser gezogen!“ berichtet Stephan Repges. Ein Problem, das Miriam auf die Schnelle nicht lösen kann: „In den Fittness-Raum!“ Unter dem Kommando von Martin Ebenfeld werden außer Stephan noch Lars Depping, Jan Schrödter und Hendrik Kunz (für den erkrankten Niklas Kaden, der sonst in diesem Boot fährt) an den Ergometer gehen und ein Programm zur Stärkung der Rumpfmuskulatur durchlaufen.
„So, jetzt mal alle etwas weiter in die Rücklage!“ schallt es aus Miriam Winzens Lautsprecher. Die Trainerin begleitet vom Motor-Katamaran aus den Jungenvierer auf seinem Weg durch den Hafen. Finn Kölker, Jakob Schulte-Bockholt, Laurits Follert und Caspar Ebner haben in der bisherigen Saison alle Rennen der Leistungsklasse I in der Altersklasse der 12 und 13-Jährigen gewonnen. Zum Schluss gingen ihnen scheinbar die Gegner aus. Weil man sich jedoch nicht darauf verlassen kann, gilt es weiter zu arbeiten. „Prima!“ lobt Miriam. „Merkt ihr? Fünf Zentimeter weiter in die Rücklage gibt direkt mehr Speed“, ein Effekt, der auch für ungeübte Zuschauer durchaus wahrnehmbar ist. „Und dafür müsst ihr euch mehr anstrengen. Die Hebelkräfte werden einfach besser ausgenutzt.“


Rudern ist trotz der spartanisch erscheinenden Gerätschaft – ein Boot und für jeden zwei Ruderblätter – ein hochtechnischer Sport. Neben den Hebelgesetzen sind vor allem die der Strömungsmechanik zu beachten. „Ruhig vorrollen“, geht Miriams Kommando an Anton Hinze und Florian Schütz im Doppelzweier. „Doppelt solange fürs Vorrollen brauchen wie für den Durchzug!“ Also für die Ruhephase doppelt so lange, wie für die, in der Kraft aufgewendet wird. „Es dauert einige Zeit, bis sie begreifen, dass durch schnelles Vorrollen das Boot beim Gleiten gestört und damit gebremst wird.


Auch Aaron Wieler und Jannik Driesel sind an diesem Morgen im Hafen unterwegs. Sie werden im leichten Doppelzweier der Altersklassen 12 und 13 Jahre antreten. „Ich komm‘ gleich gucken bei Euch“, sagt Miriam. „Ich muss erst ans Bootshaus, den Katamaran tanken.“ Auch Philipp Stöckler, der bei den B-Junioren mitfährt, muss zunächst alleine arbeiten.




Kurz nimmt sie noch einmal den Vierer mit Steuermann Jesper Dietrich ins Visier. Weil die Vier so groß und schwer sind, dass das Heck fast absäuft, hat sie die Reihenfolge geändert. „Ihr seid ein Vierer und nicht vier Einer!“ tönt es über den Hafen. Laurits und Jakob auf den mittleren Plätzen haben getauscht und müssen sich auf diesen Positionen noch zusammenfinden. „Von vorne nach hinten müsst ihr mit dem Durchziehen schneller werden!“ ruft sie ihnen zu. Sie alle folgen Finn, der auf dem Platz des Schlagmannes den Rhythmus vorgibt. „Klasse!“, lobt Miriam wieder. „Wenn ihr so auf dem Landeswettbewerb rudert, habt ihr Chancen!“ Ziel ist es, sich für den Bundeswettbewerb am ersten Juli-Wochenende in München-Oberschleißheim zu qualifizieren.
Der Jungenvierer der Altersklasse 13 und 14 Jahre hat Pech an diesem Morgen. „Der Dynamo hat schon unter der Brücke Wasser gezogen!“ berichtet Stephan Repges. Ein Problem, das Miriam auf die Schnelle nicht lösen kann: „In den Fittness-Raum!“ Unter dem Kommando von Martin Ebenfeld werden außer Stephan noch Lars Depping, Jan Schrödter und Hendrik Kunz (für den erkrankten Niklas Kaden, der sonst in diesem Boot fährt) an den Ergometer gehen und ein Programm zur Stärkung der Rumpfmuskulatur durchlaufen.
Bilder/Text: Susanne Böhling

