Durch Düsseldorf ohne Pannen?
02.Mai 2009 18:24 Abgelegt in: Wanderfahrten | Tagestouren
Zwei Jahre nach dem Kentern unter der Rheinkniebrücke versuchten wir am 2. Mai glatt von Dormagen nach Uerdingen zu kommen.
„Das müssen wir aber nicht öffentlich machen!“

Uwe Hamann sieht mich vor dem Start der Emma in Dormagen scharf an. „Na gut“, denke ich, „wenn das alles ist, was schief geht, und wir nicht wieder kentern, wie vor knapp zwei Jahren, ist mir das ja auch egal.“ Damals war der Tümmler unter der Rheinkniebrücke in der Innenkurve von zwei Frachtern voller Wasser geschaufelt worden und wir erreichten das Ufer schwimmend. Seitdem hatte ich die neuralgische Stelle nicht mehr gerudert und ein bisschen mulmig war mir schon, seit wir die Strecke Dormagen – Uerdingen für die Tagesfahrt am 2. Mai vereinbart hatten.
Die Angst war aber nicht der Grund dafür, dass ich verschlafen habe. Stefan Mostardt klingelte um zehn vor sieben, als ich eigentlich schon unten auf ihn warten wollte. Die Emma war bereits geladen, und so machte es keinen Sinn auf mich im Boot zu verzichten, er war also gnädig und wartete.
Als wir das Clubhaus erreichten, hatten Uwe, Bernadette Kölker und Herbert Spoden die Skulls, die Rollsitze, und alles Übrige bereits im Bus verstaut und wir konnten direkt losfahren. „War wohl genau die richtige Zeit für Schreiberlinge, die ich für unseren Aufbruch gewählt habe“, kommentierte Uwe mein Zuspätkommen nur.


So war es neun Uhr, als wir in Dormagen auf den Rhein gingen. Da war bereits offenbar, welche Panne diesmal passiert war. Aber Uwe will ja nicht, dass ich darüber rede. Die ersten zehn Kilometer steuerte ich, dann übernahm Stefan. Wir machten Rast im Neusser Jachthafen, Pipipause und Butterbrot fassen. Das war es 10.40 Uhr. Wir waren gut durchgekommen, die Emma ist ein braves schnelles Boot, der Spritzschutz leistete hervorragende Dienste. Nur wenige Schiffe waren unterwegs an diesem Samstagmorgen, bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen.

Herbert steuerte uns sicher durch Düsseldorf. Nachdem wir die Rheinkniebrücke passiert hatten und uns linksrheinisch geradeaus halten konnten, ließen wir uns treiben. Sitzen in unserer kleinen Nussschale und lassen uns leicht schaukeln vom Rhein. Der Versuch der Landeshauptstadt, mit Hilfe von ein paar Hochhäusern ihre Silhouette bedeutsam erscheinen zu lassen, erscheint uns Anbetracht der Macht des Stromes geradezu lächerlich.
In Hasenberta legen wir wieder an und genehmigen uns ein Glas Frischbier. Die Leitung des Campingplatz Azur hat vor ihren Verkaufscontainer mit Bambusmatten verkleidet, davor eine LKW-Ladung Sand kippen lassen, die Schirme mit Kunstbast aufgepeppt und verbreitet so richtige Urlaubsstimmung.
Die letzten zehn Kilometer steuert Uwe und eigentlich sind sie ein Klacks. „Aber die letzten drei Kilometer haben sich wieder gezogen“, sagt Bernadette, als wir um kurz vor drei Uhr in Uerdingen anlegen. Ein schöner Rudergang, eine gute Mannschaft, sehr harmonisch, und was wir vergessen hatten, hat nicht sonderlich gefehlt. Auch wenn wir demnächst, ohne diese Panne, schneller sein dürften.
Ein besonderer Dank gilt Andreas, der uns den Hänger aus Dormagen zurücktransportierte.

Uwe Hamann sieht mich vor dem Start der Emma in Dormagen scharf an. „Na gut“, denke ich, „wenn das alles ist, was schief geht, und wir nicht wieder kentern, wie vor knapp zwei Jahren, ist mir das ja auch egal.“ Damals war der Tümmler unter der Rheinkniebrücke in der Innenkurve von zwei Frachtern voller Wasser geschaufelt worden und wir erreichten das Ufer schwimmend. Seitdem hatte ich die neuralgische Stelle nicht mehr gerudert und ein bisschen mulmig war mir schon, seit wir die Strecke Dormagen – Uerdingen für die Tagesfahrt am 2. Mai vereinbart hatten.
Die Angst war aber nicht der Grund dafür, dass ich verschlafen habe. Stefan Mostardt klingelte um zehn vor sieben, als ich eigentlich schon unten auf ihn warten wollte. Die Emma war bereits geladen, und so machte es keinen Sinn auf mich im Boot zu verzichten, er war also gnädig und wartete.
Als wir das Clubhaus erreichten, hatten Uwe, Bernadette Kölker und Herbert Spoden die Skulls, die Rollsitze, und alles Übrige bereits im Bus verstaut und wir konnten direkt losfahren. „War wohl genau die richtige Zeit für Schreiberlinge, die ich für unseren Aufbruch gewählt habe“, kommentierte Uwe mein Zuspätkommen nur.


So war es neun Uhr, als wir in Dormagen auf den Rhein gingen. Da war bereits offenbar, welche Panne diesmal passiert war. Aber Uwe will ja nicht, dass ich darüber rede. Die ersten zehn Kilometer steuerte ich, dann übernahm Stefan. Wir machten Rast im Neusser Jachthafen, Pipipause und Butterbrot fassen. Das war es 10.40 Uhr. Wir waren gut durchgekommen, die Emma ist ein braves schnelles Boot, der Spritzschutz leistete hervorragende Dienste. Nur wenige Schiffe waren unterwegs an diesem Samstagmorgen, bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen.

Herbert steuerte uns sicher durch Düsseldorf. Nachdem wir die Rheinkniebrücke passiert hatten und uns linksrheinisch geradeaus halten konnten, ließen wir uns treiben. Sitzen in unserer kleinen Nussschale und lassen uns leicht schaukeln vom Rhein. Der Versuch der Landeshauptstadt, mit Hilfe von ein paar Hochhäusern ihre Silhouette bedeutsam erscheinen zu lassen, erscheint uns Anbetracht der Macht des Stromes geradezu lächerlich.
In Hasenberta legen wir wieder an und genehmigen uns ein Glas Frischbier. Die Leitung des Campingplatz Azur hat vor ihren Verkaufscontainer mit Bambusmatten verkleidet, davor eine LKW-Ladung Sand kippen lassen, die Schirme mit Kunstbast aufgepeppt und verbreitet so richtige Urlaubsstimmung.
Die letzten zehn Kilometer steuert Uwe und eigentlich sind sie ein Klacks. „Aber die letzten drei Kilometer haben sich wieder gezogen“, sagt Bernadette, als wir um kurz vor drei Uhr in Uerdingen anlegen. Ein schöner Rudergang, eine gute Mannschaft, sehr harmonisch, und was wir vergessen hatten, hat nicht sonderlich gefehlt. Auch wenn wir demnächst, ohne diese Panne, schneller sein dürften.
Ein besonderer Dank gilt Andreas, der uns den Hänger aus Dormagen zurücktransportierte.
Text/Bilder: Susanne Böhling

