Bericht von der Rudertour in Frankreich
22.Aug 2008 20:04 Abgelegt in: Wanderfahrten
Wie Gott in Frankreich - Rudertour auf der Saône vom 12. Mai bis 18. Mai 2008
Die Wanderfahrt fand unter der Leitung von Kurt Leiber statt, Teilnehmer waren:
- Marlies Birmes
- Günther Birmes
- Anneliese Dennhardt
- Karl-Ernst Dennhardt
- Helga Hebenstreit
- Markus Jütten
- Christa Leiber
- Kurt Leiber
- Paul Muckel
- Werner Schneider
- Sigrid Sickert
- Armin Sickert
Verwendet wurden die Boote
- Doppelvierer "Bettelvogt"
- Doppelzweier "Bummler" (alias "Emma")
Ruderstrecke:
13. Mai
15 km, Corre - Cendrecourt
11 km, Cendrecourt - Fouchecourt
14. Mai
16 km, Fouchecourt - Port-sur-Saone
10 km, Port-sur-Saone - Scey-sur-Saone
15. Mai
10 km, Scey-sur-Saone - Tunnel und zurück
16. Mai
12 km, Traves - Cubry-les-Soing
9 km, Cubry-les-Soing - Soing
17. Mai
18 km, Soing - Port de Savoyeuse
In Summe 101 km.

Allgemeines
Die Wahl der Saône für die Wanderfahrt 2008 erwies sich als Glückstreffer: ein schöner, stiller, fast einsamer Fluss, in einer unversehrten waldreichen Landschaft, am Ufer von Zeit zu Zeit ein kleines Dort, Kirchen mit bunten Türmen, ruhiges Wasser, außer Hausbooten kein Schiffsverkehr, gut funktionierende automatische Schleusen - ein ideales Ruderrevier! Wäre nicht die weite Anfahrt - die Saône könnte zum Dauerziel des UeRC werden.
Wetter
Ideal! Heiter bis wolkig, zeitweise sommerlich warm, fast regelmäßig am späten Nachmittag ein kurzes Gewitter, das uns aber nie auf dem Wasser erwischte.

Unterbringung
Das erste Standquartier vom 12. - 16. Mai wurde weitab von der Saône in Luxeuil-les-Bains genommen, einem kleinen Ort mit ca. 10.000 Einwohnern, einer sehenswerten Altstadt und einem etwas verwitterten Kurbereich aus dem 19. Jahrhundert. Die relativ lange tägliche Anfahrt zu den Booten bot den Vorteil, einen guten Eindruck von der schönen Landschaft zu gewinnen. Wir wohnten in der sehr angenehmen und wohl erst vor kurzem renovierten Residence Hoteliere Les Sources.
Gegessen - nein gespeist - wurde abends in verschiedenen Restaurants des Orts. Ein Ausflug nach Fougerolles zum Restaurant Gastronomique "Au Pere Rota" brachte uns die besonderen Gaumenfreuden, die M. Kreutz, Maitre cuisiner de France, uns im Guide verheißen hatte.
Die beiden letzten Tage vom 16.- 18. Mai logierten wir im renommierten Chateau de Rigny in der Nähe von Gray, einem alten Schloß unmittelbar an der Saône mit herrlichem Parkgelände, historischer Einrichtung und edler Küche. Alle Franzosen denen wir unterwegs uns Ziel Chateau de Rigny nannten, hoben anerkennend die Stirn und schnalzten mit der Zunge. Der Chronist, der vorhatte auf der Tour einige Pfunde loszuwerden, brachte nach der Rückkehr trotz eifrigen Ruderns zusätzliche Kilos auf die heimatliche Waage.
Besondere Vorkommnisse
Die fast schon bestehende Tradition, dass bei den Rudertouren einer ins Wasser fällt, wurde fortgesetzt. Diesmal waren es gleich drei, darunter auch der Chronist! Bei einem suboptimalen Aussteigeversuch an einem glitschigen Steilufer rutschten sie ab und fielen in die Saône. Statt Mitleid nur Spott und Hohn für die Taucher.
Kanal-Administration
Die Beamten der französischen Schifffahrts- und Kanalverwaltung gelten als besonders pingelig. Deshalb hatten wir bereits zu Hause, als kurzfristig zweit Mitruderer ausfielen, den Zweiter "Bummler" in "Emma" umbeschriftet, um die für die angemeldeten Vierer "Emma" und "Bettelvogt" erteilten Vignetten verwenden zu können. Beim Einsetzen der Boote in Coere brachten wir die Permets sichtbar an, legten die Schwimmwesten ordnungsgemäß aus und warteten dann auf die vorgeschriebene Einweisung.
Der Amtswalter beschränkte sich überraschend darauf, vom Fahrtleiter die Unterschrift auf einem Revers zu erbitten, wonach er uns ordnungsgemäß eingewiesen habe und wir alles verstanden hätten.
Die Kulanz hörte beim ersten Tunnel in der Nähe von Say-sur-Saône auf. Zwar war uns bekannt, dass die Tunnels nicht durch Ruderboote befahren werden dürfen, eine obere Charge hatte jedoch dem Fahrtenleiter zu verstehen gegeben, dass man ein Auge zudrücken werde, wenn wir hinter einem Hausboot, sozusagen diskret, die Tunnels passieren würden. Dementsprechend verständigten wir uns mit einem Schweizer Bootsführer und legten uns vor den Tunnel.
Die nicht sichtbaren Tunnelwärter hatten aber vermutlich durch eine Fernbeobachtungsanlage Wind von unserem Vorhaben bekommen und gaben die Einfahrt nicht frei.
Nach zwei Stunden des Wartens gaben wir entnervt auf und ruderten wütend zu unserem Ausgangspunkt zurück, um die Boote auf den Hänger zu verladen. Der brave Schweizer, der durch uns in Mithaft geraten war, hatte den Sachverhalt Gott sei Dank wohl nicht ganz erfasst, denn er schimpfte nur darüber, dass die Franzosen immer so lange Mittagspause machten. Wir ließen ihn in diesem Glauben.

Schlusswort
Der Name Kurt Leiber bürgt für Qualität bei der Auswahl feiner Hoteladressen (zu entsprechenden Preisen), schöner Weine (zu entsprechenden Preisen) und exzellenter Menüs (zu entsprechenden Preisen), er steht aber auch für generalstabsmäßige Vorbereitung und souveräne Leitung der Wanderfahrten. So auch diesmal!
Belohnt wurde der Leader durch stilvolles Rudern, gesittetes Benehmen und allzeit fröhliche Stimmung seiner Crew, schließlich auch durch anhaltenden Applaus bei Werner Schneiders Dankesrede.
Die Saône-Tour wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
- Marlies Birmes
- Günther Birmes
- Anneliese Dennhardt
- Karl-Ernst Dennhardt
- Helga Hebenstreit
- Markus Jütten
- Christa Leiber
- Kurt Leiber
- Paul Muckel
- Werner Schneider
- Sigrid Sickert
- Armin Sickert
Verwendet wurden die Boote
- Doppelvierer "Bettelvogt"
- Doppelzweier "Bummler" (alias "Emma")
Ruderstrecke:
13. Mai
15 km, Corre - Cendrecourt
11 km, Cendrecourt - Fouchecourt
14. Mai
16 km, Fouchecourt - Port-sur-Saone
10 km, Port-sur-Saone - Scey-sur-Saone
15. Mai
10 km, Scey-sur-Saone - Tunnel und zurück
16. Mai
12 km, Traves - Cubry-les-Soing
9 km, Cubry-les-Soing - Soing
17. Mai
18 km, Soing - Port de Savoyeuse
In Summe 101 km.

Allgemeines
Die Wahl der Saône für die Wanderfahrt 2008 erwies sich als Glückstreffer: ein schöner, stiller, fast einsamer Fluss, in einer unversehrten waldreichen Landschaft, am Ufer von Zeit zu Zeit ein kleines Dort, Kirchen mit bunten Türmen, ruhiges Wasser, außer Hausbooten kein Schiffsverkehr, gut funktionierende automatische Schleusen - ein ideales Ruderrevier! Wäre nicht die weite Anfahrt - die Saône könnte zum Dauerziel des UeRC werden.
Wetter
Ideal! Heiter bis wolkig, zeitweise sommerlich warm, fast regelmäßig am späten Nachmittag ein kurzes Gewitter, das uns aber nie auf dem Wasser erwischte.

Unterbringung
Das erste Standquartier vom 12. - 16. Mai wurde weitab von der Saône in Luxeuil-les-Bains genommen, einem kleinen Ort mit ca. 10.000 Einwohnern, einer sehenswerten Altstadt und einem etwas verwitterten Kurbereich aus dem 19. Jahrhundert. Die relativ lange tägliche Anfahrt zu den Booten bot den Vorteil, einen guten Eindruck von der schönen Landschaft zu gewinnen. Wir wohnten in der sehr angenehmen und wohl erst vor kurzem renovierten Residence Hoteliere Les Sources.
Gegessen - nein gespeist - wurde abends in verschiedenen Restaurants des Orts. Ein Ausflug nach Fougerolles zum Restaurant Gastronomique "Au Pere Rota" brachte uns die besonderen Gaumenfreuden, die M. Kreutz, Maitre cuisiner de France, uns im Guide verheißen hatte.
Die beiden letzten Tage vom 16.- 18. Mai logierten wir im renommierten Chateau de Rigny in der Nähe von Gray, einem alten Schloß unmittelbar an der Saône mit herrlichem Parkgelände, historischer Einrichtung und edler Küche. Alle Franzosen denen wir unterwegs uns Ziel Chateau de Rigny nannten, hoben anerkennend die Stirn und schnalzten mit der Zunge. Der Chronist, der vorhatte auf der Tour einige Pfunde loszuwerden, brachte nach der Rückkehr trotz eifrigen Ruderns zusätzliche Kilos auf die heimatliche Waage.
Besondere Vorkommnisse
Die fast schon bestehende Tradition, dass bei den Rudertouren einer ins Wasser fällt, wurde fortgesetzt. Diesmal waren es gleich drei, darunter auch der Chronist! Bei einem suboptimalen Aussteigeversuch an einem glitschigen Steilufer rutschten sie ab und fielen in die Saône. Statt Mitleid nur Spott und Hohn für die Taucher.
Kanal-Administration
Die Beamten der französischen Schifffahrts- und Kanalverwaltung gelten als besonders pingelig. Deshalb hatten wir bereits zu Hause, als kurzfristig zweit Mitruderer ausfielen, den Zweiter "Bummler" in "Emma" umbeschriftet, um die für die angemeldeten Vierer "Emma" und "Bettelvogt" erteilten Vignetten verwenden zu können. Beim Einsetzen der Boote in Coere brachten wir die Permets sichtbar an, legten die Schwimmwesten ordnungsgemäß aus und warteten dann auf die vorgeschriebene Einweisung.
Der Amtswalter beschränkte sich überraschend darauf, vom Fahrtleiter die Unterschrift auf einem Revers zu erbitten, wonach er uns ordnungsgemäß eingewiesen habe und wir alles verstanden hätten.
Die Kulanz hörte beim ersten Tunnel in der Nähe von Say-sur-Saône auf. Zwar war uns bekannt, dass die Tunnels nicht durch Ruderboote befahren werden dürfen, eine obere Charge hatte jedoch dem Fahrtenleiter zu verstehen gegeben, dass man ein Auge zudrücken werde, wenn wir hinter einem Hausboot, sozusagen diskret, die Tunnels passieren würden. Dementsprechend verständigten wir uns mit einem Schweizer Bootsführer und legten uns vor den Tunnel.
Die nicht sichtbaren Tunnelwärter hatten aber vermutlich durch eine Fernbeobachtungsanlage Wind von unserem Vorhaben bekommen und gaben die Einfahrt nicht frei.
Nach zwei Stunden des Wartens gaben wir entnervt auf und ruderten wütend zu unserem Ausgangspunkt zurück, um die Boote auf den Hänger zu verladen. Der brave Schweizer, der durch uns in Mithaft geraten war, hatte den Sachverhalt Gott sei Dank wohl nicht ganz erfasst, denn er schimpfte nur darüber, dass die Franzosen immer so lange Mittagspause machten. Wir ließen ihn in diesem Glauben.

Schlusswort
Der Name Kurt Leiber bürgt für Qualität bei der Auswahl feiner Hoteladressen (zu entsprechenden Preisen), schöner Weine (zu entsprechenden Preisen) und exzellenter Menüs (zu entsprechenden Preisen), er steht aber auch für generalstabsmäßige Vorbereitung und souveräne Leitung der Wanderfahrten. So auch diesmal!
Belohnt wurde der Leader durch stilvolles Rudern, gesittetes Benehmen und allzeit fröhliche Stimmung seiner Crew, schließlich auch durch anhaltenden Applaus bei Werner Schneiders Dankesrede.
Die Saône-Tour wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Text/Bilder: Paul Muckel

