Großer Spaß mit Kirchboot-Rennen auf der Hafenregatta
19.Jun 2007 20:49 Abgelegt in: Veranstaltungen | Hafenregatta
Zum 4. Mal veranstaltete der Uerdinger Ruderclub am vergangenen Sonntag die Uerdinger Hafenregatta für Nichtruderer. Wie in den vergangenen Jahren nahmen wieder Hobbymannschaften der Hafenbetriebe, Lehrerkollegien sowie Sport- und Karnevalsvereine aus Uerdingen und Umgebung teil. Zum 100jährigen Vereinsjubiläum hatte sich der Uerdinger Ruderclub in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen und neben den Rennen im Gigvierer auch Wettkämpfe in historischen Kirchbooten ausgeschrieben, in denen jeweils 14 Sportler zusammen rudern.
Ein großes Spektakel bot sich den Zuschauern, wenn die 14 Ruderer versuchten, in gemeinsamen Ruderschlägen die Boote möglichst schnell voranzutreiben. Im Übereifer verlor so mancher seinen Riemen oder plumpste vom Rollsitz. Auch die Rücken bekamen einige blaue Flecken ab, wenn die Hinterleute mit ihrem Rollsitz zu schnell nach vorne rollten und das Ruder zwischen die Rippen des Vordermanns rammten. Das häufigste Kommando der Steuerleute lautet daher: „Schlag halten, nicht so schnell nach vorne rollen!“ Alle Teilnehmer haben aber die Rennen gut überstanden, manche durchnässt vom Spritzwasser, andere hatten die Lachmuskeln stärker strapaziert als die Arm- und Beinmuskel.
„Kirchboote stammen ursprünglich aus Finnland, sie werden dort bereits seit über 200 Jahren gebaut, um über die großen Seen zum Gottesdienst zu gelangen, daher der Name“, erklärt Udo Kasprowicz, Regattasprecher und Deutschlehrer des Gymnasiums am Stadtpark, das auch ein Lehrerteam ins Rennen geschickt hatte. „In Deutschland gibt es nur ganz wenige Kirchboote, eines konnten wir vom Landesruderverband ausleihen, das andere stammt aus Karlsruhe, vom befreundeten Ruderverein Wiking Karlsruhe.“ Die Boote sehen übrigens auch aus wie alte Wikingerschiffe, sind etwa 18 Meter lang, es rudern jeweils zwei Ruderer nebeneinander, sieben hintereinander.
Samstags hatten alle Mannschaften ein Trainingseinheit im Kirchboot absolviert und am Sonntag wurde es dann ernst. Große Freunde bei den Lehrern des Stadtpark-Gymnasiums. Sie hatten ihren Heimvorteil genutzt und zogen durch einen Sieg gegen die Sportlehrer der Gesamtschule Duisburg-Meiderich verdient ins Finale ein. In einem weiteren Vorlauf trafen die Karnevalisten aufeinander. Die Spielfreunde Uerdingen hatten ihre größte Trommel mit ins Boot genommen und versuchten so, sich gegen ihre Rivalen, die „Peias Galeere“ des Hülser 6er Rates, einen Vorteil zu verschaffen. Trotz rhythmischen Trommelschlags kam im „Schlachtschiff Tulpe“ aus Uerdingen aber keine rechte Harmonie auf und die „Peias Galeere“ in ihren grün-roten Kostümen hatte leichtes Spiel. Der ganz in Gold gekleidete „goldene Peias“ (Bernhardt Schauffs) freute sich am Ende nicht nur über den Sieg, sondern auch darüber, dass die Spielfreunde in der kommenden Session kostenlos in einer Sitzung der Hülser Karnevalisten auftreten werden. Diese Wette hatten die beiden Karnevalsvereine vorher ausgemacht. Im Duell der Bayer-Vereine setzte sich der Skiclub gegen die Mannschaft „Hafenquirl“ durch, die ihrem Namen alle Ehre machte. Das Team aus Eltern der Jugendlichen des Uerdinger Ruderclubs verursachte den größten Wellenschlag im Hafen und das Wasser spritzte teilweise meterhoch, allein der Vortrieb fehlte weitgehend. Bei dem Rennen zwischen den Uerdinger Hafenbetrieben setzte sich das Team mit dem Namen „Chemical Power Club“ der Firma Scharr CPC (Gashandel) gegen die Mitarbeiter der Firma Erbslöh (Chemiehandel) durch, die sich mit den Finanzbeamten ein Boot „Geld oder Leben" teilten.
Vor den Finalrennen stiegen auch die richtigen Ruderer zu zwei Einlagerennen ins Boot. Es siegte die Kindermannschaft U 14 des Uerdinger Ruderclubs gegen ihre Eltern, die allerdings das erste Mal im Ruderboot saßen. Im zweiten Rennen gewannen die „Old Stars“ des UeRCs, ehemalige und aktive Ruderer, gegen das Juniorenteam mit dem Namen „Party Boot“.
In den beiden Finalrennen gewannen schließlich die Mannschaften „Die Peiasse“ gegen die Lehrer und der Skiclub gegen „Chemical Power“. Ein kleines Happy End gab es auch noch für die Spielfreunde Uerdingen. Ihre Herrenmannschaft siegte in dem Finale im Gig-Doppelvierer ebenso wie die „Ruderluder“, das Damenteam von Erbslöh. Bei der stimmungsvollen Siegerehrung wurde jede Mannschaft vorgestellt, jeder Teilnehmer mit einer Erinnerungsmedaille dekoriert und den Gesamtsiegern überreichte der Regattaleiter Andreas Birmes die Pokale.
Nach den Sommerferien veranstaltet der Uerdinger Ruderclub im Rahmen seines Jubiläums mit den Rudervereinen vom Niederrhein ein Tagestour von Dormagen nach Uerdingen mit anschließendem Grillfest. Ebenfalls im August startet eine Familienwanderfahrt im Kirchboot über die Ijssel und im Herbst ist wieder Regattasaison am Elfrather See. Zusammen mit dem Crefelder Ruderclub freut man sich besonders auf die Ausrichtung der deutschen Sprintmeisterschaften am 6. und 7. Oktober. Neben den Rennen für die Ruderelite aus ganz Deutschland sind bei dieser Veranstaltung als Einlagerennen auch Wettkämpfe in Kirchbooten geplant. Wer also Lust aufs Rudern bekommen hat, am ersten Oktoberwochenende bietet sich dazu eine Gelegenheit!

Leichtes Spiel für das Team vom Skiclub (rote Kappen) gegen die Mannschaft „Hafenquirl“, die beim Schlussspurt leichte Koordinationsprobleme zeigte.

Die Peias Galeere auf dem Weg zum Start

Viel Betrieb am Steg: Die Mannschaft des Stadtpark-Gymnasium legt an.

So schön können Sieger sein Die Peias Galeere mit ihrem goldenen Peias Bernhardt Schauffs bei der Siegerehrung.
Weitere Bilder der Hafenregatta in den Fotogalerien.
„Kirchboote stammen ursprünglich aus Finnland, sie werden dort bereits seit über 200 Jahren gebaut, um über die großen Seen zum Gottesdienst zu gelangen, daher der Name“, erklärt Udo Kasprowicz, Regattasprecher und Deutschlehrer des Gymnasiums am Stadtpark, das auch ein Lehrerteam ins Rennen geschickt hatte. „In Deutschland gibt es nur ganz wenige Kirchboote, eines konnten wir vom Landesruderverband ausleihen, das andere stammt aus Karlsruhe, vom befreundeten Ruderverein Wiking Karlsruhe.“ Die Boote sehen übrigens auch aus wie alte Wikingerschiffe, sind etwa 18 Meter lang, es rudern jeweils zwei Ruderer nebeneinander, sieben hintereinander.
Samstags hatten alle Mannschaften ein Trainingseinheit im Kirchboot absolviert und am Sonntag wurde es dann ernst. Große Freunde bei den Lehrern des Stadtpark-Gymnasiums. Sie hatten ihren Heimvorteil genutzt und zogen durch einen Sieg gegen die Sportlehrer der Gesamtschule Duisburg-Meiderich verdient ins Finale ein. In einem weiteren Vorlauf trafen die Karnevalisten aufeinander. Die Spielfreunde Uerdingen hatten ihre größte Trommel mit ins Boot genommen und versuchten so, sich gegen ihre Rivalen, die „Peias Galeere“ des Hülser 6er Rates, einen Vorteil zu verschaffen. Trotz rhythmischen Trommelschlags kam im „Schlachtschiff Tulpe“ aus Uerdingen aber keine rechte Harmonie auf und die „Peias Galeere“ in ihren grün-roten Kostümen hatte leichtes Spiel. Der ganz in Gold gekleidete „goldene Peias“ (Bernhardt Schauffs) freute sich am Ende nicht nur über den Sieg, sondern auch darüber, dass die Spielfreunde in der kommenden Session kostenlos in einer Sitzung der Hülser Karnevalisten auftreten werden. Diese Wette hatten die beiden Karnevalsvereine vorher ausgemacht. Im Duell der Bayer-Vereine setzte sich der Skiclub gegen die Mannschaft „Hafenquirl“ durch, die ihrem Namen alle Ehre machte. Das Team aus Eltern der Jugendlichen des Uerdinger Ruderclubs verursachte den größten Wellenschlag im Hafen und das Wasser spritzte teilweise meterhoch, allein der Vortrieb fehlte weitgehend. Bei dem Rennen zwischen den Uerdinger Hafenbetrieben setzte sich das Team mit dem Namen „Chemical Power Club“ der Firma Scharr CPC (Gashandel) gegen die Mitarbeiter der Firma Erbslöh (Chemiehandel) durch, die sich mit den Finanzbeamten ein Boot „Geld oder Leben" teilten.
Vor den Finalrennen stiegen auch die richtigen Ruderer zu zwei Einlagerennen ins Boot. Es siegte die Kindermannschaft U 14 des Uerdinger Ruderclubs gegen ihre Eltern, die allerdings das erste Mal im Ruderboot saßen. Im zweiten Rennen gewannen die „Old Stars“ des UeRCs, ehemalige und aktive Ruderer, gegen das Juniorenteam mit dem Namen „Party Boot“.
In den beiden Finalrennen gewannen schließlich die Mannschaften „Die Peiasse“ gegen die Lehrer und der Skiclub gegen „Chemical Power“. Ein kleines Happy End gab es auch noch für die Spielfreunde Uerdingen. Ihre Herrenmannschaft siegte in dem Finale im Gig-Doppelvierer ebenso wie die „Ruderluder“, das Damenteam von Erbslöh. Bei der stimmungsvollen Siegerehrung wurde jede Mannschaft vorgestellt, jeder Teilnehmer mit einer Erinnerungsmedaille dekoriert und den Gesamtsiegern überreichte der Regattaleiter Andreas Birmes die Pokale.
Nach den Sommerferien veranstaltet der Uerdinger Ruderclub im Rahmen seines Jubiläums mit den Rudervereinen vom Niederrhein ein Tagestour von Dormagen nach Uerdingen mit anschließendem Grillfest. Ebenfalls im August startet eine Familienwanderfahrt im Kirchboot über die Ijssel und im Herbst ist wieder Regattasaison am Elfrather See. Zusammen mit dem Crefelder Ruderclub freut man sich besonders auf die Ausrichtung der deutschen Sprintmeisterschaften am 6. und 7. Oktober. Neben den Rennen für die Ruderelite aus ganz Deutschland sind bei dieser Veranstaltung als Einlagerennen auch Wettkämpfe in Kirchbooten geplant. Wer also Lust aufs Rudern bekommen hat, am ersten Oktoberwochenende bietet sich dazu eine Gelegenheit!

Leichtes Spiel für das Team vom Skiclub (rote Kappen) gegen die Mannschaft „Hafenquirl“, die beim Schlussspurt leichte Koordinationsprobleme zeigte.

Die Peias Galeere auf dem Weg zum Start

Viel Betrieb am Steg: Die Mannschaft des Stadtpark-Gymnasium legt an.

So schön können Sieger sein Die Peias Galeere mit ihrem goldenen Peias Bernhardt Schauffs bei der Siegerehrung.
Weitere Bilder der Hafenregatta in den Fotogalerien.

